Willkommen zur Homepage der Heimatortsgemeinschaft Groß-Alisch e.V.!
21. Heimattreffen der HOG Groß-Alisch und Pruden
in der Eventhalle der Nürnberger Gartenstadt
„Aller guten Dinge sind drei!“ sagten wir uns bei der Planung des
gemeinsamen Heimattreffens mit unserer Nachbargemeinde Pruden aus Siebenbürgen.
Optimistisch waren wir schon nach den zwei erfolgreichen, mit viel Lob und
Anerkennung bewerteten Treffen 2019 und 2023. Doch dem war, aus Mangel an
entsprechenden Informationen, nicht so.
Was viele Landsleute kaum oder gar nicht wissen ist, dass die Gemeinde
Pruden über keine geregelte HOG mehr verfügt. Somit kann man die Leute nur
sporadisch, meist über Mundpropaganda erreichen. Das wiederum schlägt sich in
der Besucherzahl an den Treffen nieder.
Die noch in Siebenbürgen Geborenen Siebenbürger Sachsen kamen nach
Deutschland mit der Einstellung und Selbstwahrnehmung einer nachgeordneten
Minderheit zurück zum großen Gemeinwesen, aus dem sie sich (d.h. ihre Vorfahren)
vor 850 Jahren gelöst hatten. Diese Einstellung einer nachgeordneten Rolle,
diese Selbstwahrnehmung umhüllte wie ein Mantel die Aussiedler, die es nicht
schafften, diesen Mantel an der deutschen Grenze abzugeben. Nein, sie konnten
ihn nie ganz loswerden und blieben oft oder zumindest am liebsten unter sich. So
herrschte der Wunsch vor, dass wenigstens die Kinder, die nächsten Generationen
voll aufgehen konnten. Ein Wunsch, der sich nie ganz erfüllen wird.
Analysieren wir das 21. Treffen der HOG Groß-Alisch und Pruden in
Nürnberg am 26. April 2025: Von Beginn an mussten wir Veränderungen im Ablauf
des Treffens in Kauf nehmen. Die Emmaus-Kirche in der Gartenstadt, wo seit
Jahren unsere Heimattreffen mit einem Gottesdienst eröffnet wurden, war diesmal
nicht frei und wir mussten den Gottesdienst in die Eventhalle (ehemaliges
Gesellschaftshaus) verlegen. Dieser Wechsel erforderte sowohl für die
Organisatoren wie auch für die Besucher ein Umdenken. Ein provisorischer Altar
vor der Bühne des Saales, als Hintergrund diente der „Leinwandaltar“ der in
Groß-Alisch über ein Jahr lang, als Provisorium zur Zeit der Restaurierung hing,
trug überraschend zu einem unerwarteten Erfolg bei. Die Besucher waren zutiefst
ergriffen.
Das entspannte, gemeinsame Mittagessen
a´la carte
hat
uns näher gebracht und die Atmosphäre wurde schön langsam zu dem erwarteten
„Heimattreffen“. Hier ging es allerdings nicht nur um den Einzelnen, also um die
sogenannte Selbstfindung, sondern sehr bald trat die Erkenntnis einer
Zugehörigkeit zu einer größeren Gruppe, zu einem Gemeinwesen ein. Jeder Einzelne
gehört dazu, er gehört zu dieser Gruppe, zu seinen Bräuchen und Traditionen.
Damit hoffen wir das Ziel unserer regelmäßigen Zusammenkünfte erreicht zu haben.
Es folgte die offizielle Begrüßung der Gäste und Danksagung:
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An Pfarrer Prof. Dr. Berthold Köber für seine Mühe den langen,
beschwerlichen Weg, zusammen mit seiner Gattin, zu uns gefunden zu haben und für
seinen fulminanten Gottesdienst in nicht alltäglichem Umfeld,
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an die musikalische Begleitung des gesamten Gottesdienstes,
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an die Organisatoren und heutigen Helfer am HOG- Treffen, wie auch
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an das Team des Cafe-Restaurants-Eventhalle-Gartenstadt,
durch den Vorsitzenden Wilhelm Paul, der anschließend den Bericht des
Vorstandes der HOG Groß-Alisch über die Tätigkeiten der letzten zwei Jahre zur
Kenntnis brachte.
Ihm schloss sich Kassenwartin Traudi Teutsch an, die die aktuelle
finanzielle Lage des Vereins kurz darlegte und damit auch die Perspektiven einer
geordneten Vereinsarbeit in Zukunft unterstrich.
Der Prudner Vorsitzende Lukas Geddert berichtete, dass die Zahl der
Prudner dank der „Neuprudner“, die aus dem Erzgebirge stammen, gestiegen sei und
freute sich über ihr Engagement für den Erhalt der Prudner Kirche, des
ausgebauten Pfarrhauses, ja sogar die alte deutsche Schule wird von ihnen
renoviert und als Kulturstätte für die Nutzung der gesamten Dorfbewohner
eingerichtet. Selbst der Prudner Friedhof fand ihre Beachtung und Sorgfalt,
wofür die Prudner, die in der Welt verstreut leben, ihnen herzlich danken.
Mit dem Auftritt der geladenen „Adjuvanten der HOG Nadesch“ aus Nürnberg
änderte sich die Stimmung schlagartig. Zu ihren Klängen konnten wir den
Aufmarsch unserer Trachtenträger bewundern und genießen, die für so manche
Überraschung sorgten. Vor lauter Begeisterung spielte die Blaskapelle doppelt so
lange wie geplant, und das zur Freude der Zuhörer.
Nach dem gemeinsamen Abendessen rief die Party-Duo-Band zum Tanz auf,
worauf die Mehrheit der immer zahlreicher werdenden Anwesenden in Jubel
ausbrach. Das Tanzbein wurde begeistert bis zu später Stunde geschwungen.
Zwischendurch holte Jakobi Hansi sein Akkordeon hervor und regte die im
Kreis gruppierte Singbegeisterten an, ihm zu folgen und die bekannten
siebenbürgischen Volkslieder anzustimmen.
Ihr seid
herzlich eingeladen!
Wilhelm Paul